Soziale Folgen der Pandemie | SAGW-Newsletter April 2021
Wenn Sie diese Information nicht lesen können, klicken Sie bitte hier.
Logo
SAGW-Newsletter April 2021
2DC7070A-F88C-F930-CA8869FF6A90C5D4.gif
Soziale Folgen der Pandemie
 
Seit mehr als einem Jahr sprechen wir über das Coronavirus. Doch worüber genau? Zumindest im nationalen Parlament geht es hauptsächlich um die Wirtschaft, Geld und konkrete Massnahmen, wie eine durch die Neue Zürcher Zeitung vorgenommene Analyse von 1500 Wortmeldungen im National- und Ständerat zeigt.
 
Dabei ist es evident, dass die gesellschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie uns lange über Massnahmen der wirtschafts- und gesundheitspolitischen Soforthilfe hinaus beschäftigen werden. Die derzeitigen Bemühungen, die Effekte der Krise zu untersuchen und zu verstehen, seien erst der Anfang, schreibt die Soziologin Laura Bernardi in einem Text auf der Plattform «Viral» der Universität Lausanne, und schlägt vor, die drängendsten Fragen aus einer «lebenszyklischen Perspektive» («une perspective de parcours de vie») zu behandeln.
 
Am Anfang der Covid-Dekade?
 
Laut der Britischen Akademie befinden wir uns am Anfang der «Covid-Dekade». Im Auftrag der englischen Regierung publizierte die Akademie im März zwei Berichte zu den gesellschaftlichen Auswirkungen (Societal Impacts) der Pandemie: Der erste («The COVID Decade: understanding the long-term societal impacts of COVID-19») legt dar, wie die Pandemie in den Bereichen Gesundheit und Wohlbefinden, Gemeinschaften und Kultur sowie Wissen, Bildung und Arbeit bestehende Ungleichheiten verschärft und verfestigt hat, aber auch, wo die Krise Widerstandsfähigkeit, Kreativität und Innovation hervorbrachte. Der zweite Bericht («Shaping the COVID decade: addressing the long-term societal impacts of COVID-19») skizziert Möglichkeiten, wie politische Entscheidungsträger in den nächsten Monaten und Jahren auf diese Trends reagieren können.
 
Nationales Forschungsprogramm zu «Covid-19 in der Gesellschaft»
 
Auch in der Schweiz rücken die sozialen Effekte und Implikationen der Pandemie in den Blick der Öffentlichkeit. Entsprechende Studien werden laufend publiziert, ihre Resultate medial breit rezipiert: etwa die Studie des Epidemiologen Matthias Egger, der anhand Daten des BAG zeigt, dass arme Menschen in der Schweiz ein grösseres Risiko haben, an Covid-19 zu erkranken und an der Krankheit zu sterben («Socioeconomic position and the cascade from SARS-CoV-2 testing to COVID-19 mortality»); oder das Projekt von Oliver Nachtwey et al. zur politischen Soziologie der Corona-Proteste, in dem auf Basis von über 1150 Fragebogen Motivation, Werte und Überzeugungen der Angehörigen von Protestbewegungen gegen die coronabedingten Massnahmen untersucht werden («Politische Soziologie der Corona-Proteste»).

Auch die Forschungsförderung, deren Fokus auf Biologie und Medizin im Frühling 2020 aus den Geistes- und Sozialwissenschaften deutliche Kritik geerntet hatte, hat sich bewegt: So lancierte der Bundesrat am 28. April das Nationale Forschungsprogramm (NFP) 80 zu «Covid-19 in der Gesellschaft». Für die Analyse gesellschaftlicher Prozesse während der Covid-19-Pandemie aus Perspektive der Sozial- und Geisteswissenschaften stehen 14 Millionen Franken bereit. Das NFP fokussiert auf die Bereiche «Eigenverantwortung und Sicherheit», «Individuelle und kollektive Wohlfahrt» und «Krisenbewältigung und dauerhafter Wandel» und ergänzt das im Jahr 2020 gestartete NFP 78 «Covid-19», in dem bio-medizinische und klinische Fragestellungen im Vordergrund stehen.

Illustration: Marlene Iseli
Inhalt
arrow     Jahresbericht 2020 erschienen
arrow     Aktion «Mal Denken!»: Umfrage und Publikation zu Denkmälern
arrow     SAGW-Blog: aktuelle Themen in der «décodage»
arrow     Ist das Bildungssystem besser als sein Ruf?
arrow     Die politische Zahl
arrow     Agenda im Mai
arrow     Calls
arrow     Publikationen
Jahresbericht 2020 erschienen
Der Jahresbericht dokumentiert die Aktivitäten der SAGW und ihres Netzwerks im Kalenderjahr 2020 und gibt einen vollständigen Überblick über ihre Fördertätigkeit. Nicht zuletzt zeigt der Jahresbericht auch, dass sich die SAGW 75 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1946 neben ihren Aufgaben der Vernetzung, Vermittlung und Förderung weiterhin der kritischen Kommentierung des Zeitgeschehens verschreibt.
arrow    zum Jahresbericht
2EC6A8CD-932B-1B68-53FFC0601BF783C2.png
535C2928-AE62-01BF-BCF3D14A93784005.png
Aktion «Mal Denken!»: Umfrage und Publikation zu Denkmälern
Wahrnehmung, Bedeutung, Debatte
Anfang März hat die SAGW die Aktion «Mal Denken!» gestartet, in der unter anderem in einem Spiel 24 Schweizer Denkmäler bewertet werden können. Nun sind zwei weitere Schritte in diesem interaktiven Projekt erfolgt.
1. (Denk)Mal antworten! Umfrage zu Denkmälern
Wir möchten herausfinden, wie Denkmäler heute wahrgenommen werden und welche Bedeutung sie (noch) haben. Durch Ihre Antworten tragen Sie zur Debatte über die Rolle von Denkmälern für die Erinnerungskultur bei, die derzeit an verschiedenen Orten innerhalb und ausserhalb der Schweiz geführt wird.
 
Die SAGW wertet die Umfrage aus und präsentiert die Resultate ab Herbst 2021 öffentlich zugänglich auf der Projektseite (www.denk-mal-denken.ch/umfrage).
 
Zur Beantwortung benötigen Sie rund 15 Minuten. Ihre Antworten bleiben anonym. Vorwissen zu Denkmälern ist nicht erforderlich.
arrow    an der Umfrage teilnehmen
3343FBA6-0323-38A1-6F2C3226F221ACDD.png
2. (Denk)Mal reflektieren! Das neue SAGW-Bulletin befasst sich mit Denkmälern
«Denkmalsfiguren machen keinen Schritt und machen doch immerwährend einen Faux pas», schrieb Robert Musil 1935 in einem kurzen Essay. Im Zuge des Frauenstreiks 2019 und der weltweiten Black-Lives-Matter-Bewegung 2020 traten viele der vermeintlich stillstehenden Denkmäler plötzlich in heftige Interaktion mit ihrer Umwelt. Das neue Bulletin steht im Zeichen eines weiten Blicks auf die Frage, was wir mit Denkmälern wollen und was sie mit uns.
arrow    zum Bulletin
33594489-CD99-D51B-05F47A41828F882B.png
2E85200B-C094-8B03-2AAED094D3F2AC78.jpg
SAGW-Blog: aktuelle Themen in der «décodage»
«décodage» – ein Blog als reflexives Journal des Zeitgeschehens. Zuletzt erschienen sind:
 
Pour une régénération du dialogue alimentaire
 
Haben wir einen neuen Kipp-Punkt in der Debatte über Landwirtschaft, Nachhaltigkeit und Ernährung erreicht? fragt der Ethnologe Jérémie Forney in seinem engagierten Text (auf Französisch).
 
«Armut ist kein Verbrechen» – (Un)bedingte Wohlfahrt in der Schweizer Rechtsprechung
 
Der Bund will Aufenthaltsstatus und Sozialhilfe stärker verschränken. Lisa Marie Borrelli, Stefanie Kurz, Christin Achermann und Luca Pfirter vom nccr-onthemove erklären, wie die geplanten Massnahmen EinwohnerInnen zweiter und dritter Klasse schaffen.
arrow    zum Blog «décodage»
Ist das Bildungssystem besser als sein Ruf?
Debatte über soziale Mobilität und Chancengleichheit
Die Diskussion über soziale Mobilität und Chancengleichheit im Bildungssystem läuft seit Jahrzehnten – und wird gerade heute intensiv fortgeführt (vgl. News «Chancengleichheit und die Schweizer Nachhaltigkeitsstrategie» vom 20. April). Neben anderen Institutionen hat auch die SAGW mehrfach darauf hingewiesen, dass die strikte Auslese durch Primarschule, Sekundarschule und Gymnasium nicht den Bedürfnissen einer modernen Wissensgesellschaft entspreche (vgl. Blog-Text «Fünf Nachhaltigkeitsziele auf einen Streich»).
 
Christoph A. Schaltegger, Professor für politische Ökonomie an der Universität Luzern, hält diese Kritik für überzogen. Der Befund, das Schweizer Bildungssystem sei diskriminierend, beruhe auf einer zu statischen Betrachtung, schreibt er in einem Kommentar in «Finanz und Wirtschaft». Um die gesellschaftliche Durchlässigkeit in ihrer langen Dauer empirisch zu erfassen, wurden in einem Forschungsprojekt Rektoratsmatrikel der Universität Basel über 15 Generationen bis zurück ins Spätmittelalter ausgewertet. Das Resultat: Weniger als 20 Prozent des Erfolgs der gegenwärtigen Generation würden sich auf die familiären Bande mit den Grosseltern zurückführen lassen (vgl. Working Paper «The Name Says It All. Multigenerational Social Mobility in Switzerland, 1550–2019»).
Die politische Zahl



2DB2122C-9A9B-D0E7-00287C6543BFD866.png
Seit mehr als 170 Jahren besteht der Bundesrat aus sieben Mitgliedern. Wurde 1848 darüber gestritten, ob es fünf oder sieben sein sollen, hat sich die Staatspolitische Kommission des Nationalrats vor ein paar Tagen für neun ausgesprochen. Diese Idee ist wahrlich nicht neu.

Wie häufig wurde sie seit 1848 vom Parlament oder von der Stimmbevölkerung schon verworfen?  

a.         3-mal
b.         8-mal
c.         12-mal

Richtig ist...? Die Antwort finden Sie am Ende dieses Newsletters.
2DB215E7-AF7A-4758-5F6E227C078264A7.jpg
Politik wiederholt sich und was heute wichtig und aktuell erscheint, war es oft auch früher schon. Année Politique Suisse macht diese Repetitivität von Politik sichtbar und die seit 1965 bestehende Chronik zur Schweizer Politik legt Wurzeln heutiger Entscheidungen frei.
2FC8EAE3-C51C-2C15-466F192AB84B5E1C.png
Neuer Info-Letter 1: Ageing Society Gazette
Redesign a+ Swiss Platform Ageing Society
Was gibt es für Neuigkeiten in Sachen Alternsforschung? Was tut sich momentan im Bereich der Alterspolitik? Die demografische Alterung erfordert Anpassungen in zahlreichen Lebensbereichen. Dazu ist eine Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure unentbehrlich. In diesem Sinne betreibt die SAGW im Auftrag der Akademien der Wissenschaften Schweiz die a+ Swiss Platform Ageing Society mit mehr als 90 Partnerorganisationen aus Forschung, Praxis und Verwaltung. Die Plattform erfuhr im April ein komplettes Redesign. Zudem wurde die «Ageing Society Gazette» lanciert: Ein kostenloser Newsletter, der alle drei Monate über Alterspolitik, Forschungsprojekte, Publikationen und Veranstaltungen berichtet.
arrow    zur Ageing Society Gazette
memo_nachhaltiger_konsum_komprimiert.gif
Neuer Info-Letter 2: Nachhaltiger Konsum
SAGW baut Netzwerk auf
Für eine nachhaltige Entwicklung müssen sich neue Verhaltensweisen und Normen etablieren, insbesondere auch beim Konsum. Das gilt für so verschiedene und verknüpfte Bereiche wie Energie, Lebensmittel oder Mobilität. Die Perspektive der Geistes- und Sozialwissenschaften ist dafür unabdingbar. Deshalb baut die SAGW ihre Aktivitäten zum Thema «Nachhaltiger Konsum» weiter aus. In einer ersten Etappe möchte sie ein Netzwerk aufbauen, das Forschende der Geistes- und Sozialwissenschaften untereinander und mit Akteuren des öffentlichen, privaten und zivilgesellschaftlichen Sektors verbindet. Dafür bietet die SAGW neu unter anderem ein zweisprachiges Info-Mailing und eine LinkedIn-Gruppe an.
arrow    zur Anmeldung auf Themenseite Konsum
2DB21D0B-B57A-3D6D-5035C3BE685F85D9.png
O-Ton
«Godwin's Law, n.: A facetious aphorism maintaining that as an online debate increases in length, it becomes inevitable that someone will eventually compare someone or something to Adolf Hitler or the Nazis. Also in extended use.» (in: Oxford English Dictionary)
Agenda im Mai
53972096-BD93-2C49-952ED5EBEF2EBDA4.png
04.–07.05.2021
Nantes
Collecter, collectionner, conserver
145e congrès national des sociétés historiques et scientifiques
arrow    mehr Informationen
2DB2261A-E9F4-26E1-4806349C04AFBCE2.png
06.05.2021
18.15–20.00 Uhr, online via Zoom
Haben Tiere einen Geist und wenn ja, was bedeutet dies genau?
Referat von Christine Sievers (Universität Genf)
krino – Philosophische Gesellschaft Bern
arrow    mehr Informationen
53C8D428-A49E-F6BA-783CF943C9A4F29A.png
18.05.2021
09.00–16.00 Uhr
Livestream aus der Fabrikhalle 12 in Bern
Leave No One Behind: Forum Nachhaltige Entwicklung
Bundesamt für Raumentwicklung ARE
arrow    mehr Informationen
53FA3CA5-A00C-DC59-FF9973916BAAD022.png
20.05.2021
18.15–20.00 Uhr, Veranstaltungsform noch offen
Geist und Natur
Referat von Axel Hutter (Ludwig-Maximilians-Universität München)
krino – Philosophische Gesellschaft Bern
arrow    mehr Informationen
54224737-C65B-50AB-89C2F2FB45EA52DD.png
25.05.2021
18.15–19.30 Uhr
Online
Konsumfreiheit und Klimawandel
Inputreferate und Diskussion im Rahmen der Veranstaltungsreihe «Klimawandel und Menschenrechte»
Kompetenzzentrum Menschenrechte, Universität Zürich
arrow    mehr Informationen
Calls
Ausschreibungen für Projekte
Bundesamt für Energie
Sweet-Call 2021-1 zum Thema «Living & Working»
  • Ziel: Förderung von Innovationen, die zur erfolgreichen Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Erreichung der Schweizer Klimaziele nötig sind
  • Offen für: Konsortien, die über mehrere Jahre an trans- und interdisziplinären Projekten arbeiten. Erwünscht ist insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand
  • Projekt-Laufzeit: 8 Jahre
  • Frist für Pre-Proposal: 16. Juni 2021
zur Ausschreibung

Schweizerisches Sozialarchiv
Forschungsförderung Ellen Rifkin Hill

 
  • Ziele: Besonders erwünscht sind Projekte, die Forschungslücken schliessen, neue Perspektiven entwickeln und/oder mit in jüngerer Zeit akquirierten Beständen des Sozialarchivs (z. B. Archive von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, gemeinnützigen Vereinigungen oder migrantischer Organisationen, Foto- und Plakatarchive) 
  • Offen für: alle geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Willkommen sind Anträge aus dem gesamten Themenspektrum des Sozialarchivs.
  • Laufzeit: Projektfinanzierung maximal 24 Monate, frühester möglicher Projektbeginn ist der 1. Januar 2022, spätest mögliches Projektende der 31. Dezember 2024.
  • Eingabefrist: 15. September 2021
zur Ausschreibung

Bundesrat / Schweizerischer Nationalfonds
Nationales Forschungsprogramm (NFP) 79 «Advancing 3R – Tiere, Forschung und Gesellschaft»

  • Ziele: Erarbeitung von Orientierungs- und Handlungswissen; Erforschung der ethischen, rechtlichen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Aspekte von Tierversuchen; Reduktion der Anzahl und Verbesserung von Tierversuchen in der wissenschaftlichen Forschung
  • Offen für: alle Disziplinen
  • Umfang: 20 Millionen Franken
  • Laufzeit: 5 Jahre
  • Frist: Ausschreibung startet im Frühjahr 2021
mehr Informationen

Bundesrat / Schweizerischer Nationalfonds
Nationales Forschungsprogramm (NFP) 80 «Covid-19 in der Gesellschaft»

 
  • Ziele: Analyse von gesellschaftlichen Prozessen während der Covid-19-Pandemie aus Perspektive der Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Resultate sollen den Behörden, der Politik sowie betroffenen privaten und öffentlichen Institutionen Wege für die Bewältigung von Pandemien aufzeigen.
  • Umfang: 14 Millionen Franken
  • Laufzeit: 3 Jahre
  • Frist: Ausschreibung startet im Frühherbst 2021
mehr Informationen
Publikationen
2F494592-CDCD-9F83-4C3903815C389CBF.png
Pionierwerk zur Kulturentwicklung in der Schweiz (1350–1850)
Der reich bebilderte, zweisprachige Band «Archäologie der Zeit von 1350 bis 1850» zeichnet die Kulturentwicklung in der heutigen Schweiz anhand ihrer materiellen Hinterlassenschaften nach. Mit diesem achten Band wird die von Archäologie Schweiz herausgegebene archäologische Handbuchreihe abgeschlossen.
 
Archäologie der Zeit von 1350 bis 1850 (SPM – Die Schweiz vom Paläolithikum bis zum Mittelalter, Bd. VIII), 2020. 
arrow    Download
 
2DB23014-DEAB-A822-454A8F0BBA14CEE8.png
Der Nachhaltige Staat
Fragen Sie sich, ob die Covid-19-Pandemie, der anthropogene Klimawandel, das Artensterben und die Proteste gegen soziale Ungleichheit verschiedene Facetten einer einzigen globalen sozial-ökologischen Krise sind? Und ob die Wissenschaft oder die Politik die Deutungshoheit über den gesellschaftlichen Umgang damit haben soll? Denken Sie, es gibt einen spezifisch «helvetischen» Weg zur Nachhaltigkeit? Es gibt gerade viele Fragen. Das Bulletin reflektiert, seziert, systematisiert die Rolle und die Verantwortung des «nachhaltigen Staats» aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

SAGW (2020): Der Nachhaltige Staat (SAGW-Bulletin 26,3).
arrow    Download
2F404268-A8BA-E7D0-8B7C25F673605DB0.png
Walo Hutmacher und die Soziologie in der Schweiz
Dieses Buch lädt dazu ein, das Werk des 2020 verstorbenen Soziologen Walo Hutmacher zu entdecken, der mit seinem langfristigen Engagement in pionierhafter Manier zur Entwicklung der Sozialwissenschaften in der Schweiz beigetragen hat. Das Buch enthält neben einem ausführlichen Nachruf von Herausgeber Thomas S. Eberle und weiteren Texten auch einen Beitrag von Anouk Hutmacher, einer Tochter des mit diesem Werk Gewürdigten.
 
Thomas S. Eberle (2021): Walo Hutmacher et la sociologie en Suisse (Éditions Socialinfo), Lausanne.
arrow    zur Publikation auf der Verlags-Seite
Die richtige Lösung ist...

c. 12-mal


Zwar wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche parlamentarische Vorstösse überwiesen, in den daraus resultierenden Vorlagen wurde die Erhöhung der Mitglieder des Bundesrats aber immer wieder verworfen. Hier die zwölf Vorlagen in chronologischer Reihenfolge:
5825D283-CE1C-FA5C-1064EA9E7AE197CE.png
1894: Organisation und Geschäftsgang des Bundesrates
1900: Volksabstimmung zur Initiative für die Volkswahl des Bundesrats
1914: Bundesgesetz betreffend Organisation der Bundesverwaltung
1918: Revision von Art. 95 BV (Erhöhung der Zahl der Mitglieder des BR von 7 auf 9)
1942: Volksabstimmung zur Initiative die Wahl des Bundesrates durch das Volk
1975: Pa.Iv. Breitenmoser (11878)
1978: Totalrevision Verwaltungsorganisationsgesetz (75.035)
1996: Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz (93.075)
2001: Staatsleitungsreform (01.080)
2010: Standesinitiative Tessin (10.321)
2012: Antrag auf Gegenvorschlag für Initiative Volkswahl des Bundesrates (12.056)
2014: Pa.Iv. Staatspolitische Kommission Nationalrat (13.443).

Nicht mitgezählt wurden zahlreiche abgeschriebene oder zurückgezogene Vorstösse.

Kürzlich sprach sich die Staatspolitische Kommission des Nationalrats für eine parlamentarische Initiative (19.503) aus, die erneut die Ausweitung des Bundesrats von sieben auf neun Mitglieder fordert.
arrow    zu Année Politique Suisse
Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
3001 Bern
Schweiz

sagw@sagw.ch
www.sagw.ch
News arrow
Agenda arrow
Kontakt arrow
Datenschutzerklärung arrow
Twitter     Facebook     Linkedin
Ich möchte meine Daten ändern oder mich vom Newsletter austragen: hier klicken