Investieren wir genügend in die Volksschule? | SAGW-Newsletter Mai 2021
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SAGW-Newsletter Mai 2021
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Investieren wir genügend in die Volksschule?

Wie haben sich die öffentlichen Bildungsausgaben, die immerhin rund 18 Prozent der staatlichen Gesamtausgaben ausmachen, in der letzten Dekade entwickelt? Wieviel Geld fliesst in die Volksschule? Wieviel in die Hochschule? Eine neue Studie der SAGW macht eine Auslegeordnung und liefert die Zahlen für die Jahre 2008–2018. Sie zeigt: Die öffentlichen Bildungsausgaben sind im Hochschulbereich leicht stärker gestiegen als für die obligatorische Schulstufe, wobei die Kantone sehr unterschiedliche Strategien wählten, um ihre Bildungsausgaben an die demografische Entwicklung anzupassen. 

Der Anteil der älteren Bevölkerung wird in der Schweiz über die nächsten beiden Dekaden kontinuierlich zunehmen, entsprechend auch der Aufwand in Betreuung und Pflege. Im Gesundheitssektor hat die Schweiz bereits zu wenig Arbeitskräfte. Kurz: Wir benötigen immer mehr Hände, haben aber immer weniger Hände zur Verfügung. Deutlich zeigt sich, dass wir stärker in das Humanvermögen investieren sollten und weniger in den Kapitalstock.

Ins Humanvermögen investieren heisst langfristig auch: In die Volksschule investieren. Die Studie «Investieren wir genügend in die Volksschule? Entwicklung der öffentlichen Bildungsausgaben für die Volksschule und den Hochschulbereich» verschafft einen Überblick darüber, wie sich die öffentlichen Bildungsausgaben für die obligatorische Schulstufe und für den Hochschulbereich in den Jahren 2008–2018 entwickelt haben.

Die zwei wichtigsten Ergebnisse in Kürze

Die öffentlichen Bildungsausgaben sind im Hochschulbereich stärker gestiegen als für die obligatorische Schulstufe: Die Kantone und ihre Gemeinden haben 2018 für die obligatorische Schulstufe 19,1 Milliarden Franken aufgewendet. Dies entspricht einem Ausgabenzuwachs von 27 Prozent seit 2008. In der gleichen Zeit sind die jährlichen Ausgaben von Bund und Kantonen für die Hochschulbildung um 34 Prozent auf 8,4 Milliarden Franken gestiegen.  

Die Kantone wählen unterschiedliche Strategien bei der Anpassung der Bildungsausgaben an die demografische Entwicklung: Ein gutes Drittel der Kantone und ihre Gemeinden haben die Ausgaben für die Volksschulbildung in den letzten Jahren deutlich stärker angehoben als die Ausgaben für die Hochschulbildung, in einem weiteren Drittel fällt das Ausgabenwachstum sowohl für die obligatorische Schulstufe als auch für die Tertiärbildung A (akademische Bildung) unterdurchschnittlich aus. In einigen Kantonen wie Baselland, Wallis oder Zug sind die Ausgaben für die Hochschulbildung im Verhältnis zur Anzahl Studierenden überproportional gewachsen, dafür haben sie weniger in die Volksschulbildung investiert. Andere Kantone wie Basel-Stadt, Waadt und Zürich verfolgten eine andere Strategie und haben die Ausgaben für die Volksschulbildung deutlich stärker erhöht, als sich die Lernendenzahlen entwickelt haben.  
 
Frühe Selektion im Schweizer Bildungssystem
 
Die Bildungsforscher Daniel Oesch (Lausanne) und Benita Combet (München) haben in einer Kohorten-Studie (November 2020) die Bildungswege von Jugendlichen in der Schweiz, die im Jahr 2000 an der ersten Pisa-Studie teilnahmen, untersucht. Ihre Resultate zeigen unter anderem: Von den Jugendlichen, die mit 16 Jahren dieselben Schulnoten hatten, im Pisa-Test gleich abschnitten und im selben Sekundarschul-Typus lernten, verfügten jene aus der obersten sozialen Schicht zehn Jahre später doppelt so häufig über einen Uni-Abschluss wie jene aus der untersten sozialen Schicht. Eine Chancenungleichheit dieser Art könnte mitunter mit einer Stärkung der vorschulischen Bildung und Betreuung sowie einem weniger selektiven System in der obligarotischen Volksschule vermindert werden, wie Daniel Oesch in einem Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung unlängst darlegte. «Je früher die Selektion in unterschiedliche Leistungszüge stattfindet, desto stärker ist der Einfluss der sozialen Herkunft.»
 
Es gibt Luft nach oben
 
Es ist weitgehend unbestritten, dass der heutige Mangel an Fachkräften systembedingt ist. Dies hat weitreichende Implikationen, gerade auch für die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals SDGs). Um die Sozialziele der Agenda 2030 zu erreichen, gesellschaftlichen Fortschritt zu erzielen und das Humanvermögen auszuschöpfen, sollte der Grundausbildung in der obligatorischen Volksschule ein besonders hoher Stellenwert zukommen. Gemessen an der Entwicklung der öffentlichen Finanzierung gibt es noch Luft nach oben.

Links:Illustration: Marlene Iseli
Inhalt
arrow     SAGW vergibt Nachwuchspreis 2021
arrow     (Denk)Mal schaffen! Am Wettbewerb teilnehmen
arrow     Save the Date: Die Gesundheitsversorgung, die Gesellschaft und die «Alten», 23. September 2021, ab 14.00 Uhr
arrow     SAGW-Blog: aktuelle Themen in der «décodage»
arrow      Ein gemeinsamer Kodex für wissenschaftliche Integrität
arrow     Die politische Zahl
arrow     Memobase.ch: Portal zum audiovisuellen Erbe ist online
arrow     Agenda im Juni
arrow     Calls
arrow     Publikationen
SAGW vergibt Nachwuchspreis 2021
Rückblick auf Delegiertenversammlung vom 28. Mai
Im Rahmen ihrer Delegiertenversammlung am 28. Mai vergab die SAGW den Nachwuchspreis 2021. Er ging an:
 
  • Edda Humprecht (Gold, Universität Zürich)
  • Odile Ammann (Silber, Universität Zürch) 
  • und Damian Clavel (Bronze, Universität Oxford). 
Mit medienwissenschaftlichen, interdisziplinären und geschichtswissenschaftlichen Methoden beleuchten die drei Forschenden aktuelle Themen: Die Desinformation im Online-Raum, die Praxis der «Goldenen Pässe» und die Konstruktion von historischen Erzählungen. Alle drei Beiträge seien «methodisch ausgezeichnet» und Ausdruck davon, dass die wissenschaftliche Forschung in ständiger Bewegung sei, hielt Jury-Präsident Jakob Tanner in seiner Laudatio fest.
arrow    zur Medienmitteilung
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Rainer Schwinges und Peter Farago neue Ehrenmitglieder

Die Delegiertenversammlung wählte zwei neue Ehrenmitglieder:

  • Peter Farago in Anerkennung seines bedeutenden Beitrages zur Entwicklung der empirischen Sozialforschung in der Schweiz sowie seines grossen Engagements für den Aufbau des Schweizer Kompetenzzentrum Sozialwissenschaften FORS.

  • Rainer Christoph Schwinges in Anerkennung seines bedeutenden Beitrages zur Weiterentwicklung der Schweizer Mediävistik und zur breiten Vermittlung mittelalterlicher Geschichte in der Schweiz sowie seiner visionären Förderung der digitalen Geschichtswissenschaften.
arrow    zum Rückblick auf die Jahresversammlung
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Aktion «Mal Denken!»
Denkmal-Wettbewerb, 26. Mai–1. Oktober 2021
Anfang März hat die SAGW die Aktion «Mal Denken!» gestartet, in der unter anderem in einem Spiel 24 Schweizer Denkmäler bewertet werden können. Um herauszufinden, wie Denkmäler heute wahrgenommen werden und welche Bedeutung sie (noch) haben, lancierte die SAGW im April zudem eine Umfrage, die noch bis im September läuft. Nun ist ein weiterer Schritt in diesem interaktiven Projekt erfolgt.

(Denk)Mal schaffen! Am Wettbewerb teilnehmen
Die Zerstörung oder Entfernung von Denkmälern ist ebenso eine Machdemonstration wie deren teilweise fraglichen Botschaften. Sie mündet in einer Geschichtsvergessenheit, unterbindet Reflexion und Debatten. Besser ist deshalb, wenn man sich mit der Vergangenheit und ihren Spuren auseinandersetzt – und genau dazu fordert der Denkmal-Wettbewerb auf.
 
So nehmen Sie teil:
  1. Wählen Sie ein Denkmal aus, das aus Ihrer Sicht eine fragwürdige Botschaft vermittelt.
  2. Stellen Sie gestalterisch dar, wie Sie das Denkmal verändern würden und begründen Sie den Vorschlag in einem Text.
  3. Reichen Sie das Dossier per Post, E-Mail oder via Teilnahmeformular bis am 1. Oktober ein.
Die drei am besten bewerteten Projekte erhalten ein Preisgeld.
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Save the Date: Die Gesundheitsversorgung, die Gesellschaft und die «Alten», 23. September 2021, ab 14.00 Uhr
Podiumsdiskussion über ExpertInnen-Inputs in der Medical-Humanities-Reihe «Alt werden»
Altersbilder haben einen Einfluss darauf, wie in der Gesundheitsversorgung mit älteren Menschen umgegangen wird, wie das System sich anpasst und wie umfassend die Gesundheitsförderung der SeniorInnen gestaltet wird. Die Podiumsdiskussion befasst sich mit folgenden Fragen: Ist «alt sein» eine Krankheit? Wie beeinflussen Altersbilder den Platz der älteren Menschen in der Gesundheitsversorgung? Wie nehmen Angehörige die Lebensqualität wahr – die eigene und die der betreuten SeniorInnen? Können Instrumente der Gerontotechnologie längerfristig nützlich sein, oder sind diese nur «ein Hype»?
 
Die Veranstaltung findet online statt. Weitere Informationen folgen.
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SAGW-Blog: aktuelle Themen in der «décodage»
«décodage» – ein Blog als reflexives Journal des Zeitgeschehens. Zuletzt erschienen sind:

Eine gefährlich fanatische Jagd nach dem Null-Risiko
 
Nutzen und Verhältnismässigkeit von Präventivmassnahmen gegen Terrorismus seien umstritten, so der Kriminologe Ahmed Ajil. Dennoch möchte die Schweiz diese ausbauen.
 
Rückwärtsgewandt nach vorne! Der Angriff auf die Istanbul-Konvention

 
(Nicht nur) die türkische Absage an die Istanbul-Konvention zeige, wie nötig eine feministische Analyse der internationalen Politik sei, schreibt die Politologin Leandra Bias.
arrow    zum Blog «décodage»
Ein gemeinsamer Kodex für wissenschaftliche Integrität
Ungenügende Kennzeichnung namhafter Mitarbeit bei wissenschaftlichen Publikationen, Befangenheit bei der Evaluation von Projekten oder Beeinträchtigung der Forschungsfreiheit bei privaten Zuwendungen – mögliches Fehlverhalten erstreckt sich über den ganzen Bereich der wissenschaftlichen Arbeit.
Der neue Kodex für Wissenschaftliche Integrität, erarbeitet von Swissuniversities, dem Nationalfonds und Innosuisse unter der Federführung der Akademien der Wissenschaften Schweiz, will solchem Verhalten entgegenwirken und aufzeigen, was Good Practice in der wissenschaftlichen Arbeit ist. «Wissenschaftliche Integrität geht alle an, von der Hochschulleitung bis zu den Erstsemestrigen, von den Forschenden bis zu jenen, die die Mittel verteilen», betont Edwin Constable, Vorsitzender der ExpertInnengruppe.
arrow    zum Kodex
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Die politische Zahl
In der Sommersession 2021 steht bereits die 6. Mutation der 51. Legislatur an. Emmanuel Amoos (SP, VS) wird Mathias Reynard (SP, VS) ersetzen, der in den Staatsrat des Kantons Wallis gewählt worden ist und deshalb aus dem Nationalrat zurücktritt. War Bern früher die letzte Etappe der Ochsentour, scheint heute umgekehrt der Nationalrat auch ein Sprungbrett für ein kantonales Exekutivamt zu sein. In der noch jungen Legislatur wechselt bereits der vierte Nationalrat in eine kantonale Exekutive. Wie viele Mutationen – unbesehen der Gründe – waren in den letzten drei Legislaturen pro Jahr im Nationalrat zu verzeichnen (Schnitt von 2012 bis 2021)? 
 
a.          3.2
b.          5.7
c.          8.2
 
Richtig ist...? Die Antwort finden Sie am Ende dieses Newsletters.
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Politik wiederholt sich und was heute wichtig und aktuell erscheint, war es oft auch früher schon. Année Politique Suisse macht diese Repetitivität von Politik sichtbar und die seit 1965 bestehende Chronik zur Schweizer Politik legt Wurzeln heutiger Entscheidungen frei. Auch kantonale Regierungs- und Parlamentswahlen sind Gegenstand der Berichterstattung bei APS.
Memobase.ch: Portal zum audiovisuellen Erbe ist online
Memoriav, die Kompetenzstelle für das audiovisuelle Kulturgut der Schweiz, publizierte im Mai das mehrsprachige Portal Memobase, das einen zentralen Zugang zu Ton-, Bild-, Film- und Videobeständen aus rund 80 Archiven, Museen und Bibliotheken der Schweiz schafft.
In Zukunft sollen weitere Bestände und Institutionen dazukommen und das zu grossen Teilen noch wenig bekannte und unerforschte audiovisuelle Erbe der Schweiz gezielter vermittelt werden, zum Beispiel via der virtuellen Bibliothek Europeana. Das Portal sei puncto Open-Source-Technologien auf dem neusten Stand der Technik, heisst es in der Medienmitteilung. Beispielsweise setzt es auf ein Datenmodell, das auf dem neuen Linked Data-Standard Records in Contexts-Ontologie basiert.
arrow    zu memobase.ch
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O-Ton
«En en parlant avec un archéologue japonais, il m'a quant à lui rendu attentif à des choses dont nous, nous ne sommes plus conscients aujourd'hui ici en Europe. C'est que par exemple, la culture celtique, l'ornementation celtique, ces décors de la préhistoire récente, sont totalement intégrés dans l'heroic fantasy européenne. Ce sont des choses qu’on ne voit même plus. On a là une espèce de jeu entre le présent, le futur et le passé, que je trouve extrêmement stimulant.» (Marc-Antoine Kaeser, Archäologe, SAGW-Video-Reihe «Eine 'bessere Welt' 2030?»)
arrow    zu den Video-Statements «Eine 'bessere Welt' 2030?»
Agenda im Juni
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#4 | Sustainabilithon: Editathon on Sustainability
10.06.2021, 13.00–18.00 Uhr, online
Together with Science et Cité, the Swiss Academy of Sciences (SCNAT), and Wikimedia CH the EPFL is organising the fourth Wikipedia Science Editathon. This time focused on sustainability.
arrow    mehr Informationen
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Migration, Education, and the Political Sphere
10.–11.06.2021, 10.00–19.00 / 9.00–14.00 Uhr, online via Zoom
Internationale Tagung der Universitäten Zürich, Bielefeld und Innsbruck zum Politischen und der Bildung in der Migrationsgesellschaft
arrow    mehr Informationen
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Uni’Vert de demain
19.06.2021, Temple allemand, La Chaux-de-Fonds           
Événement organisé dans le cadre du programme Big Bounce réunissant le Centre de culture ABC, le Théâtre populaire romand et le Club 44, en collaboration avec des étudiant·e·s du Master en sciences sociales et du Master en innovation de l’Université de Neuchâtel.
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Swiss Governance Forum 2021: Welchen Staat braucht die nachhaltige Entwicklung?
24.06.2021, 14.00–18.00 Uhr, Universität Bern
Das vom Kompetenzzentrum für Public Management und dem Centre for Development and Environment der Universität Bern organisierte Forum bietet Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft Impulse für staatliches Handeln in Bezug auf die nachhaltige Entwicklung.
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Science after Noon: Soziale Innovation – gemeinsame Lösungen für gesellschaftliche Ziele
29.06.2021, 13.15–14.15 Uhr, online via Zoom
Es diskutieren Hugues Jeannerat (Universität Neuenburg), Kathrin Kramer (Innosuisse), Jeannette Morath (reCIRCLE AG) und Müfit Sabo (SBFI), Moderation: Claudia Appenzeller (Akademien der Wissenschaften Schweiz)
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COVID-19 Forum: Wie überlebt die Kultur die Pandemie?
15.06.2021, 18.15–19.15 Uhr, online
ReferentInnen: Uwe Schönbeck (Sänger und Schauspieler), Sibylle Birrer Bär (Vorsteherin der Abteilung Kulturförderung Kanton Bern), Jakob Zinsstag (Präsident td-net der Akademien der Wissenschaften Schweiz) und Marcel Tanner (Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz)
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Calls
Ausschreibungen für Projekte
Bundesamt für Energie
Sweet-Call 2021-1 zum Thema «Living & Working»
  • Ziel: Förderung von Innovationen, die zur erfolgreichen Umsetzung der Energiestrategie 2050 und der Erreichung der Schweizer Klimaziele nötig sind
  • Offen für: Konsortien, die über mehrere Jahre an trans- und interdisziplinären Projekten arbeiten. Erwünscht ist insbesondere die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen, Privatwirtschaft und öffentlicher Hand
  • Projekt-Laufzeit: 8 Jahre
  • Frist für Pre-Proposal: 16. Juni 2021
zur Ausschreibung

Schweizerisches Sozialarchiv
Forschungsförderung Ellen Rifkin Hill

  • Ziele: Besonders erwünscht sind Projekte, die Forschungslücken schliessen, neue Perspektiven entwickeln und/oder mit in jüngerer Zeit akquirierten Beständen des Sozialarchivs (z. B. Archive von Umweltorganisationen, Gewerkschaften, gemeinnützigen Vereinigungen oder migrantischer Organisationen, Foto- und Plakatarchive) 
  • Offen für: alle geistes-, kultur- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen. Willkommen sind Anträge aus dem gesamten Themenspektrum des Sozialarchivs.
  • Laufzeit: Projektfinanzierung maximal 24 Monate, frühester möglicher Projektbeginn ist der 1. Januar 2022, spätest mögliches Projektende der 31. Dezember 2024.
  • Eingabefrist: 15. September 2021
zur Ausschreibung

Bundesrat / Schweizerischer Nationalfonds
Nationales Forschungsprogramm (NFP) 79 «Advancing 3R – Tiere, Forschung und Gesellschaft»

  • Ziele: Erarbeitung von Orientierungs- und Handlungswissen; Erforschung der ethischen, rechtlichen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Aspekte von Tierversuchen; Reduktion der Anzahl und Verbesserung von Tierversuchen in der wissenschaftlichen Forschung
  • Offen für: alle Disziplinen
  • Umfang: 20 Millionen Franken
  • Laufzeit: 5 Jahre
  • Frist: Ausschreibung startet im Frühjahr 2021
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Bundesrat / Schweizerischer Nationalfonds
Nationales Forschungsprogramm (NFP) 80 «Covid-19 in der Gesellschaft»

  • Ziele: Analyse von gesellschaftlichen Prozessen während der Covid-19-Pandemie aus Perspektive der Sozial- und Geisteswissenschaften. Die Resultate sollen den Behörden, der Politik sowie betroffenen privaten und öffentlichen Institutionen Wege für die Bewältigung von Pandemien aufzeigen.
  • Umfang: 14 Millionen Franken
  • Laufzeit: 3 Jahre
  • Frist: Ausschreibung startet im Frühherbst 2021
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Ausschreibungen für Tagungsbeiträge
5. Schweizerischer Kongress für Kunstgeschichte
22–24. Juni
 2022, Universität Zürich
  • Zielpublikum: KunsthistorikerInnen, KunstwissenschaftlerInnen, ExpertInnen aller Fachrichtungen und
    Institutionen aus Theorie und Praxis
  • Formate: Vorträge von 20 Minuten
  • Sprachen: deutsch, englisch, französisch, italienisch
  • Einreichefrist Abstracts: 18. Juni 2021
zur Ausschreibung

8. Jahrestagung des Verbands «Digital Humanities im deutschsprachigen Raum e.V.»
7.–11. März 2022, Universität und Fachhochschule Potsdam 
  • Thema «Kulturen des digitalen Gedächtnisses» 
  • Formate: Vortrag, Panel, Poster, Workshop
  • Sprache: deutsch
  • Einreichefrist Abstracts: 15. Juli 2021
zur Ausschreibung
Publikationen
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Tertiarisierungsdruck
Der Bedarf an Fachpersonen mit einem tertiären Bildungsabschluss nimmt in der Schweiz stetig zu. Vom Bildungssystem wird deshalb erwartet, dass es mehr jungen Menschen eine Ausbildung auf Tertiärstufe ermöglicht. Der Bericht skizziert die Hintergründe, stellt die heutige Bildungssituation dar und beschreibt die individuellen und institutionellen Merkmale, die zu sozialen Ungleichheiten im Bildungswesen führen.
 
Kriesi, Irene und Regula Julia Leemann (2020): Tertiarisierungsdruck – Herausforderungen für das Bildungssystem, den Arbeitsmarkt und das Individuum (Swiss Academies Communications 15,6).
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Denkmal. Kurze Beiträge zu einer langen Debatte
«Denkmalsfiguren machen keinen Schritt und machen doch immerwährend einen Faux pas», schrieb Robert Musil 1935 in einem kurzen Essay. Im Zuge des Frauenstreiks 2019 und der weltweiten Black-Lives-Matter-Bewegung 2020 traten viele der vermeintlich stillstehenden Denkmäler plötzlich in heftige Interaktion mit ihrer Umwelt. Das neue Bulletin steht im Zeichen eines weiten Blicks auf die Frage, was wir mit Denkmälern wollen und was sie mit uns.
 
SAGW (2021): Denkmal | Monument (Bulletin 27,1).
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Der Nachhaltige Staat
Fragen Sie sich, ob die Covid-19-Pandemie, der anthropogene Klimawandel, das Artensterben und die Proteste gegen soziale Ungleichheit verschiedene Facetten einer einzigen globalen sozial-ökologischen Krise sind? Und ob die Wissenschaft oder die Politik die Deutungshoheit über den gesellschaftlichen Umgang damit haben soll? Denken Sie, es gibt einen spezifisch «helvetischen» Weg zur Nachhaltigkeit? Es gibt gerade viele Fragen. Das Bulletin reflektiert, seziert, systematisiert die Rolle und die Verantwortung des «nachhaltigen Staats» aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

SAGW (2020): Der Nachhaltige Staat (SAGW-Bulletin 26,3).
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Die richtige Lösung ist...

b: Seit 2012 gab es im Durchschnitt 5,7 Mutationen pro Jahr im Nationalrat.

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Schweizerische Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften
Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
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3001 Bern
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